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"Das Wandernde Museum" 1. - 23. Okt. 2009

Ein Kunstprojket, welches Kunst und Wirtschaft miteinander vernetzt.
Zeitgenössische Kunst wird wenige Wochen lang auf den wegen des täglichen Wirtschaftslebens präsentiert -
in Auslagen, Schaufenstern und Geschäftsräumen in Wien.

Kooperation des Kulturvereins Margarethen - www.kulturverein-margareten.at, http://daswanderndemuseum.at
der Wirtschaftskammer Österreich, www.wko.at, und der Langen Nacht der Mussen, langenacht1.orf.at


Gruppenausstellung: Ilse Fessl Mühl - Abdelkhalek Aghzout - Anton Jessner

Vernissage Mi 14. Okt. 2009 um 19 Uhr
Jazz mit Hannes Meixner (ts) & Nikola Stanosevic (p)

Einladung zum Download

SteinSchau Bamberger, Nikolsdorferg. 39, 1050 Wien, Tel: 01 544 18 11
geöffnet Mo - Fr 9 - 12 Uhr, 15 -18 Uhr

Einzelausstellung: Anton Jessner

Meister Schnitt, Margaretenstr. 44, 1040 Wien, Tel: 01 585 18 11
geöffnet Di - Fr 9 bis 18 Uhr, Do 10 - 20 Uhr, Sa 9 - 14 Uhr

 

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"halb-durch-lässig", 2009, 100*100 cm, Acryl und Ölkreide auf Leinwand

Werdegang

1967 in Spittal an der Drau/Kärnten geboren.

Jessner studierte in den 80er und 90er Jahren Informatik, Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Johannes Kepler Universität Linz und betrieb Grundlagenforschung in künstlicher Intelligenz und Systemtheorie. Zentrale Fragen waren „was unterscheidet den Menschen von der Maschine“ und „wo liegen die Grenzen der Algorithmisierbarkeit“ („in Regeln Fassbarkeit“), Abstraktion zur Komplexitäts-reduktion und die dafür notwendige Kreativität (des Menschen bzw. eventuell auch der Maschine) für das Entstehen von Neuem und Beschäftigung mit Reproduktion von Realität und Wirklichkeit.

Danach schloss er eine langjährige Ausbildung zum Gruppendynamiker beim ÖAGG mit dem Schwerpunkt Organisationsentwicklung ab.

Mit dem Besuch 2006 der internationalen Sommerakademie für bildende Kunst, Klasse Aktionsmalerei, in Halbenrain unter der Leitung von Prof. Hermann Nitsch begann für ihm eine intensive Auseinandersetzung mit Kunst, Körper und Gefühl. Jessner erweiterte sein Œuvre unter anderem in der Kunstfabrik Wien und an der Kunstakademie Bad Reichenhall / Deutschland bei Prof. Markus Lüpertz.

Aktuell beschäftigt sich Jessner mit der Kombination von Organisationsentwicklung, Gruppendynamik und Kunst. Er lebt und arbeitet in Wien.

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"Abbild", 2009, 100*100 cm, Acryl und Ölkreide auf Leinwand


Künstlerische Positionierung

Seit 2006 beschäftigt er sich intensiv aktiv mit Aktionsmalerei. Dabei versuche er die komplexe Welt durch das reale Unbewusste sichtbar zu machen und bildet die unbewusste Realität nicht direkt durch Abstraktion ab, sondern durch den Zwischenschritt mit den in der Aktionsmalerei entstandenen Gefühlen. 

Die Aktionsmalerei kann aber auch ein Mittel zur Weiterentwicklung ihrer selbst sein. Die erwähnten Zwischenschritte sind durchaus handfeste Resultate. Bedeutend ist, dass es das fertig nicht gibt, sondern nur den Moment wo Zwischenschritte Zwischenschritte sind, sein dürfen und sie sich so der Terminologie ihrer selbst enthaften. Fertig ist man nie, das wäre das Ende. 

Entlastend ist, dass dadurch Weltmodelle bzw. Welterklärungsmodelle (z.B. die "theorie of erverything") nicht mehr notwendig sind und man sich derer entledigen kann und darf. Das Entlastende ist die Aufhebung des Terminus Zwischenschritt, ohne „end“ zu sein. So wird der Zwischenschritt zum Schritt geboren und gangbar und gehbar und zur Quelle geworden, wo Neues entstehen kann.

Das führt im Augenblick der Gestaltung zur Kreativität. Die Aktionsmalerei wird im Prozess verlangsamt und so zur Aktionsmalerei-Malerei. Das wird besonders deutlich im Bild „Die Orchestrierung der Wäscheleine“, wo die Aktionsmalerei als Hilfe für den Pinsel dient und die Kraft, die Spontanität und der Moment des Augenblicks im hier und jetzt voll genossen werden und werden kann, ohne ihre Herkunft zu verraten. So kann beispielsweise Verzweiflung unmittelbar zum Ausdruck kommen. Der Zwischenschritt wird ersetzt durch Zwischenreflexion ohne Zuhilfenahme des Bewusstseins. Diese Zwischenreflexion wird für den Betrachter/die Betrachterin reflektiv bzw. transflektiv (halbdurchlässig), oder transmissiv (durchlässig). Die Transformation zu neuer Erkenntnis ist so geschafft und geschaffen, Fortschritt und Zukunft möglich...